aktualisiert am 06.06.17

Trotz des relativ jungen Alters der SG Adlerhorst Kleinmehring, hat sie doch eine bewegte Vergangenheit hinter sich.

Am 27. November 1954 trafen sich 19 Männer in der Gaststätte Stefan Steinberger in Großmehring zur Gründungsversammlung und beschlossen der Gesellschaft den Namen "Adlerhorst" zu geben. Desweiteren wurde an diesem Abend festgelegt, daß die Mitgliederzahl beschränkt bleiben sollte.

Die Wahl der ersten Vorstandschaft erbrachte folgendes Ergebnis:

  1. Schützenmeister Martin Heindl
  2. Schützenmeister Matthias Rettermeier
  Schriftführer          Josef Gaull
  Kassier                Stefan Steinberger
  Beisitzer              Paul Schneider und Franz Heindl

Drei Jahre konnten die Adlerhorstschützen in der Gaststätte Steinberger ihrem Schießsport nachgehen, als sich dann die Fam. Steinberger entschloß ihre Gaststätte aufzugeben. Die Gesellschaft war nun gezwungen sich eine andere Bleibe zu suchen. Am 1. Januar 1958 wechselte man zur Gaststätte Delagera nach Kleinmehring.

Durch den Vereinslokalwechsel mußte die Schützengesellschaft dann den 1. Tiefpunkt verzeichnen. Innerhalb kürzester Zeit ging die Mitgliederzahl von 40 auf 16 zurück. Doch bereits ab 1960 war wieder ein gesunder Mitgliederzuwachs zu verzeichnen.

Martin Heindl, der als 1. Schützenmeister von 1954 bis 1970 16 Jahre die Geschicke der Gesellschaft leitete, trat im Oktober 1970 zurück. Für seine vorbildhafte Vereinsführung wurde Ihm am 18. Dezember 1970 die Ehrenschützenmeisterwürde verliehen.

Seine Nachfolge als 1. Schützenmeister trat Norbert Kett an. Er leitete die Gesellschaft von 1970 bis 1980. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Beschränkung der Mitgliederzahl aufzuheben. Dem Wachstum des Vereins stand nun nichts mehr im Weg.

Durch den Umbau im Gasthaus Delagera konnte der Schießstand um 2 auf 4 Schießbahnen erweitert werden. Dies war Voraussetzung, um 1974 die erste Luftgewehrmannschaft für die Rundenwettkämpfe anzumelden.

Seit 1974 betreibt die SG Adlerhorst Kleinmehring Jugendarbeit. Heute können wir uns unsere Schützengesellschaft ohne Jugend nicht mehr vorstellen. Eine große Anzahl unserer Mitglieder sind Jugendliche, die maßgeblich am sportlichen Geschehen und Erfolg unserer Gesellschaft beteiligt sind.

1977 erhielt die Gesellschaft vom Herbergsvater Josef Delagera zusätzlich den unter dem Schießstand liegenden Keller. In diesen Kellerraum wurden in Eigenarbeit zusätzliche 4 weitere Schießstände eingebaut, so daß die Gesellschaft nun über 8 Schießbahnen verfügte.

Da mit den sportlichen Erfolgen auch die gesellschaftlichen Erwartungen stiegen, entschloß man sich zum 25-jährigen Jubiläum eine Fahnenweihe abzuhalten. Vom 6. bis 8. Juli 1979 feierte ganz Großmehring mit den Adlerhorstschützen und man kann ruhigen Gewissens behaupten, daß es eine gut organisierte Fahenweihe war, die durch den großartigen Besuch der Bevölkerung belohnt wurde.

Zu dieser Zeit ging wieder ein Stück Geschichte zu Ende und eine neue Ära begann. Durch Drei-Schicht-Dienst konnte der 1. Schützenmeister Norbert Kett nicht mehr die Zeit aufbringen die er gerne in die Schützengesellschaft investiert hätte. Aus diesem Grund trat er nach 10-jähriger Amtszeit zurück und Oskar Blab trat seine Amts-Nachfolge als 1. Schützenmeister an, das er auch heute noch inne hat.

Aufgrund des starken Zulaufs sah sich die Schützengesellschaft in der glücklichen Lage weitere Mannschaften zum Rundenwettkampfbetrieb im Gau Ingolstadt anzumelden. Dies führte allerdings dazu, daß die Schießanlage beim Vereinswirt Josef Delagera aus allen Nähten platzte. Zum Kapazitätsproblem kam dann noch die fehlende Möglichkeit Luftgewehr-3-Stellung trainieren zu können.

Aus diesen Gründen entschloß man sich 1980 an die Gemeinde Großmehring einen Antrag zum Bau einer Schießsportanlage zu stellen. Nach mehreren, zum Teil sehr schweren, Verhandlungen mit der Gemeinde Großmehring wurde im Jahr 1986 der Architekt Valentin Stürzl aus Ingolstadt mit der Bauplananfertigung beauftragt. Nach Klärung aller Bezuschussungen und mit der leistungskräftigen INGO-BRÄU-Brauerei im Rücken konnten im Jahr 1987 der Bauplan beim Landratsamt Eichstätt eingereicht werden.

In fast 1 1/2 jähriger Bauzeit wurden ca. 17000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet, die es dem Verein schon Ende 1988 ermöglichten die ersten Rundenwettkämpfe in der eigenen Schießsportanlage durchzuführen. Nach einem weiteren Jahr Bauzeit konnten der 50m Kleinkaliberstand und die fahrbare, vollautomatische 25m-Pistolenanlage ihrer Bestimmung übergeben werden.

Auf der Luftgewehranlage, die mit 18 Ständen, kann außerdem auf 8 Ständen die Disziplin Armbrust 10m geschossen werden. Ebenso wurden Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten für den 3-Stellungskampf in den Luftgewehr- und Kleinkaliberdiziplinen geschaffen

Im Herbst 1989 wurde die Schießsportanlage durch den Bischöflich Geistlichen Rat Albert Wotruba geweiht und offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Dies ist nur ein kleiner, aber informativer Rückblick auf den Werdegang unserer Schützengesellschaft. Sollten Sie weiter Informationen zur Chronik oder zu besonderen Ereignissen der Vergangenheit benötigen, so wenden Sie sich bitte an das Schützenmeisteramt, daß Ihnen jederzeit gerne Auskunft gibt.